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Obdachlosigkeit
Obdachlosigkeit wird definiert als Zustand, in dem Menschen über keinen festen Wohnsitz verfügen und im öffentlichen Raum, im Freien oder in Notunterkünften übernachten. Die Mehrzahl der Obdachlosen in den Industriestaaten ist männlich, unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80 % aus. Aufgrund des geltenden Melderechts stellt die Obdachlosigkeit in Deutschland und in vielen anderen Staaten ein rechtliches Problem dar. In der kalten Jahreszeit - also insbesondere in den Wintermonaten - sind Obdachlose gesundheitlich hierzulande gefährdet, so dass es inzwischen zahlreiche Hilfsangebote gibt.
Von der Obdachlosigkeit ist die Wohnungslosigkeit zu unterscheiden. Obdachlose Personen können (oder wollen) keine feste Bleibe nutzen oder sie sind auf reine Notunterkünfte oder Notschlafstellen angewiesen. Dagegen verfügen wohnungslose Personen lediglich nicht über eigene Wohnräume und finden anderweitig Unterkunft.[1] Nicht obdachlos, sondern lediglich wohnungslos sind demnach Menschen, die temporär in Herbergen, Hotels, Frauenhäusern oder bei Verwandten wohnen. Ebenso sind sogenannte Sofa-Hopper, die kurzfristig Unterschlupf bei Freunden finden und sich „von Sofa zu Sofa hangeln“[2], nicht obdachlos.
Andere Lexika
Einzelnachweise
- ↑ Begriffsdefinitionen von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekärer Wohnversorgung. Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
- ↑ Daniel Godeck: Alle jungen Leute haben ein Smartphone – aber nicht unbedingt einen festen Wohnsitz. In: SZ.de (Süddeutsche Zeitung). 2018-02-10. Abgerufen am 26. Oktober 2018.