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Freie Demokratische Partei
| Parteivorsitzender | Christian Lindner |
| Generalsekretär | Volker Wissing |
| Stellvertretende Vorsitzende | Wolfgang Kubicki Nicola Beer Johannes Vogel |
| Bundesgeschäftsführer | Michael Zimmermann |
| Bundesschatzmeister | Harald Christ |
| Ehrenvorsitzende | Hermann Otto Solms (seit 2020) |
| Gründung | 12. Dezember 1948 |
| Gründungsort | Heppenheim |
| Hauptsitz | Hans-Dietrich-Genscher-Haus Reinhardtstraße 14 10117 Berlin |
| Ausrichtung | Liberalismus Wirtschaftsliberalismus Europäischer Föderalismus[2] |
| Farbe(n) | Gelb, Blau[3] |
| Europaabgeordnete | Vorlage:Infobox Partei/Mandate |
| Staatliche Zuschüsse | 15.694.937,26 Euro (2020)[4] |
| Mitgliederzahl | 65.500 (Stand: Ende Dezember 2019)[1] |
| Mindestalter | 16 Jahre |
| Durchschnittsalter | 52 Jahre (Stand: 12. April 2019)[5] |
| Frauenanteil | 21,6 Prozent (Stand: 12. April 2019)[5] |
| Internationale Verbindungen | Liberale Internationale (LI) |
| Europapartei | Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) |
| EP-Fraktion | Renew Europe (RE) |
| Website | fdp.de |
Die Freie Demokratische Partei (kurz: FDP, bis 2016 auch Die Liberalen, seitdem Freie Demokraten) ist eine Kleinpartei in der Bundesrepublik Deutschland, die sich dem Liberalismus verbunden fühlt. Von 1949 bis 2013 prägte sie die Politik Deutschlands maßgeblich mit, da sie im Rahmen eines damaligen Dreiparteiensystems das "Zünglein an der Waage" zwischen den großen Parteien SPD und CDU spielen konnte.
Geschichte
Die FDP ging nach dem Zweiten Weltkrieg aus mehreren, teilweise liberalen Parteien hervor. Im Deutschen Bundestag war die FDP bis 2013 ununterbrochen vertreten. Sie bestimmte zwar seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland neben SPD und CDU maßgeblich bei der Politik mit, scheiterte jedoch erstmals 2013 an der 5-Prozent-Hürde im Bundestag.
Die Partei stellte auch den ersten und vierten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Sie war oft als Koalitionspartner an der Bundesregierung beteiligt und stellte mehrere Außenminister und Vizekanzler, zum Beispiel 1974-1992 mit Hans-Dietrich Genscher. Ihr bestes Wahlergebnis erreichte sie 2009 mit 14,9% unter dem inzwischen verstorbenen Guido Westerwelle. 2013 scheiterte sie erstmals bei einer Bundestagswahl an der 5-Prozent-Hürde und ist seitdem nicht mehr im Bundestag vertreten. Von diesem Einbruch erholte sich die Partei in den Landtagswahlen unter der Führung von Christian Lindner. So kehrte die FDP nicht nur in zahlreiche Landtage gestärkt zurück, sondern konnte auch wieder in die Regierung eintreten, etwa in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.
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Logo der Partei von 2001 bis 2013
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Christian Lindner, seit 2013 Vorsitzender
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Silvana Koch-Mehrin wurde der Doktortitel aberkannt
Zur Unterscheidung: Es gibt auch in der Schweiz eine FDP. Sie ist wesentlich älter als die deutsche FDP und war in ihren Anfängen im 19. Jahrhundert unter dem Namen Liberale Gründerin des schweizerischen Bundesstaates in der heutigen Form.[6]
Politische Ausrichtung
Seit ihrer Gründung 1948 versteht sich die FDP als liberale Partei der politischen Mitte. Sie ist stark wirtschaftsliberal ausgerichtet, setzt auf Eigenverantwortung der Bürger statt auf den Sozialstaat und ist gesellschaftlich sowie bürgerrechtlich modernistisch ausgerichtet. Die EU befürwortet sie, allerdings pragmatischer und weniger ideologisch gefärbt als CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.
Weblinks
Literatur
- Jürgen Dittberner: FDP – Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung. 2. Auflage, Wiesbaden 2010
- Joachim Scholtyseck: Die FDP in der Wende. In: Historisch-Politische Mitteilungen. 19, 2013
- Hans Vorländer: Freie Demokratische Partei (FDP). In: Frank Decker, Viola Neu (Hg.): Handbuch der deutschen Parteien. 2. Auflage, Wiesbaden 2013
- Stephen Padgett, William E. Paterson, Reimut Zohlnhöfer: Developments in German Politics 4. Palgrave Macmillan, 2014
Einzelnachweis
- ↑ CDU und SPD verlieren Mitglieder. In: t-online.de. 2020-01-16. Abgerufen am 17. Januar 2020.
- ↑ „Wahl-O-Mat Europawahl 2019 - Vergleich der Positionen“, Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 30. Juni 2019
- ↑ Freie Demokraten - FDP. Gestaltungsfreiheiten. Freie Demokratische Partei, S. 6. Abgerufen am 19. Mai 2021. (PDF)
- ↑ Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2020 (Stand: 19. April 2021). Abgerufen am 30. April 2021. (PDF)
- ↑ 5,0 5,1 Neue Mitglieder der FDP – Der Lindner-Effekt. In: Spiegel Online. 2019-04-23. Abgerufen am 24. April 2019.
- ↑ E. Gruner et al.: Bürger, Staat und Politik in der Schweiz