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Mordfall Nicole Schalla

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Nicole-Denise Schalla (* 7. März 1977; † 14. Oktober 1993)[1] wurde am 14. Oktober 1993 in Dortmund-Huckarde vermutlich aus sexuellen Motiven erwürgt. Ihre Leiche wurde etwa 30 Meter von einer Bushaltestelle, wo sie ausgestiegen war, unweit ihres Zuhauses in einem Gebüsch gefunden. Sie war Schülerin und besuchte ein Gymnasium.

2018 wurde Ralf Hörstemeier (* 1965) als Verdächtiger nach der Neuauswertung von DNA-Spuren festgenommen. Er bestritt die Tat. Das Landgericht Dortmund verurteilte Ralf Hörstemeier im Januar 2021 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Hörstemeier ging in Revision. Da Hörstemeier zwei Jahre in Untersuchungshaft verbracht hatte, wurde er aufgrund einer Entscheidung des OLG Münster zwischenzeitlich freigelassen.[2][3] Er hatte seinen Wohnsitz in Münster. Man sah keine Fluchtgefahr. Das Amtsgericht Münster entschied auf Antrag des Polizeipräsidiums Münster im April 2021, dass Ralf Hörstemeier aus Sicherheitsgründen eine Fußfessel zu tragen habe. Die Revision wurde vom Bundesgerichtshof abgewiesen, die Rechtskraft erfolgte am 14. Dezember 2021. Einen Tag nach der Rechtskraft verschwand der Täter. Am 21. Dezember 2021 gegen 20:10 Uhr legte Hörstermeier seine Fußfessel in Münster-Gremmendorf ab und verschwand zusammen mit seiner Verlobten.[4][5]

Einzelnachweise