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Mord an Carla Walker

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Carla Jan Walker (* 31. Januar 1957 in Fort Worth, Texas) war ein US-amerikanisches Mordopfer, das am 17. Februar 1974 von einem Parkplatz einer Bowlingbahn in Fort Worth in Texas, entführt wurde. Ihre Leiche wurde drei Tage später in einem Entwässerungsgraben nur rund 30 Autominuten südlich von Fort Worth gefunden.

Geschichte

Entführung und Mord

Am Abend des 17. Februar 1974 saß Walker mit ihrem Freund Rodney McCoy in dessen Auto auf dem Parkplatz des Brunswick Ridglea Bowl, nachdem sie eine Tanzveranstaltung an der Western Hills High School besucht hatte. Plötzlich schwang die Autotür auf und die beiden wurden von einem unbekannten Angreifer attackiert, der während des Angriffs das Magazin aus seiner Waffe fallen ließ. McCoy wurde mit einer Pistole niedergeschlagen und war bewusstlos. Seine letzte Erinnerung an den Vorfall war, dass Walker von dem unbekannten Mann, den er als etwa 1,70 m großen Weißen beschrieb, gepackt und mitgenommen wurde, während sie um Hilfe schrie. Nachdem McCoy das Bewusstsein wiedererlangt hatte, war Walker nicht mehr zu sehen. McCoy ging sofort zu Walkers Haus, um ihre Eltern über den Vorfall zu informieren.

Die Polizei wurde gerufen und durchsuchte die Gegend, in der Carla Walker entführt worden war. Ihre Handtasche und der Magazinclip waren die einzigen Gegenstände, die auf dem Parkplatz gefunden wurden. Am 20. Februar 1974 wurde ihre Leiche in einem Düker im Benbrook-See gefunden. Die Autopsie ergab, dass Walker nach ihrer Entführung noch zwei Tage gelebt hatte und dass sie geschlagen, gefoltert, vergewaltigt und erwürgt worden war. Aus den toxikologischen Berichten ging außerdem hervor, dass ihr Morphium injiziert worden war. Die Polizei hatte bei den ersten Ermittlungen mehrere Verdächtige im Auge und konnte am Tatort zudem Proben von Körperflüssigkeiten sicherstellen; auch Walkers Kleid und andere Kleidungsstücke waren erhalten. In den 1970er-Jahren gab es jedoch noch keine geeignete Technologie, um solche Proben zur Identifizierung des Mörders zu verwenden. Ein mysteriöser Brief einer Person, die behauptete, den Mörder zu kennen, war eines der wenigen Beweisstücke, die die Polizei erhielt und freigab.

Datei:Glen McCurley mugshot 2020.jpg
Erkennungsdienstliches Foto von Glen McCurley, aufgenommen bei seiner Verhaftung im September 2020.

Polizeiliche Ermittlungen

Der Mord blieb 46 Jahre lang ein ungeklärter Fall, bis im September 2020 DNA-Beweise aus Walkers Kleidung an Othram Inc. geschickt wurden, die auf degradierte DNA-Proben spezialisiert sind; das Oxygen-Netzwerk bezahlte die Tests. Die Hinweise von Othram und die anschließenden Ermittlungen der Detectives Wagner und Bennett führten zur Identifizierung des 77-jährigen Glen Samuel McCurley als Tatverdächtigen. McCurley war kurz nach dem Mord von der Polizei befragt worden, da er eine .22er Ruger-Pistole gekauft hatte, die das gleiche Magazin enthielt wie das auf dem Parkplatz des Brunswick Ridglea Bowl abgeworfene, behauptete aber, die Waffe sei aus seinem Wagen gestohlen worden. Er willigte ein, sich einem Lügendetektortest zu unterziehen, und nachdem er diesen bestanden hatte, wurde er als Verdächtiger ausgeschlossen. Im Jahr 2020 entnahm die Polizei DNA-Proben aus dem Müllcontainer vor seinem Haus. Nachdem bestätigt worden war, dass die Probe mit der DNA des Verdächtigen übereinstimmte, befragten die Ermittler McCurley, der sich bereit erklärte, einen Wangenabstrich zu machen. Die Übereinstimmung der Proben reichte aus, um ihn zu verhaften und wegen des Verbrechens anzuklagen.

McCurley wurde im August 2021 vor Gericht gestellt. Zu den vor Gericht vorgelegten Beweisen gehörte auch die .22 Ruger-Pistole, die McCurley 1974 als gestohlen gemeldet hatte und die versteckt in seinem Haus gefunden worden war. Am dritten Verhandlungstag bekannte sich McCurley schuldig und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. McCurley ist in der Gib Lewis Unit inhaftiert und kann am 21. März 2029 auf Bewährung entlassen werden. Er hat (Stand: 2022) den Mord an Walker nicht zugegeben. Dem Reporter Skip Hollandsworth sagte er, er habe sich schuldig bekannt, weil „ich genug von der Hetzjagd hatte“. Die Ermittler glauben, dass McCurley in den 1970er-und-1980er-Jahren an der Vergewaltigung und Ermordung mehrerer anderer junger Frauen in der Gegend von Fort Worth beteiligt gewesen sein könnte, obwohl ihm keine weiteren Verbrechen zur Last gelegt wurden.