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Drehbank Konventionell
Unter einer konventionellen Drehbank ist eine Werkzeumaschine zu verstehen, die im wesentlichen aus folgenden Bauteilen besteht:
Technische Beschreibung: Das eigentliche Bett, welches aus Grauguss besteht und mit zwei Schienen in Schwalbenschwanz Ausführung bestückt ist außerdem einem darauf laufenden Schloßkasten.
Der Schloßkasten läuft auf der Schwalbenschwanzführung und wird mittel einer Transportschnecke,- (Spindel) die von einem Elekromotor angetrieben wird, vor und zurück geschoben. Auf dem Schlosskasten sitzt die Werkzeugaufnahme, in der der Drehmeißel eingespannt wird.
Außerdem befinden sich im Schloßkasten auch eine Getriebeübersetzung,- Auch Wendeherz oder Wendeherzgetriebe genannt, um den Vortrieb in Meißelrichtung zu steuern.
Auf der linken Seite der Drehbank, ist der Antriebsstrang integriert, dieser besteht aus einem Getriebegehäuse mit verschiedenen Zahnrädern und einer Vorgelegewelle, um die Drehzahl zu verändern, aber auch wie bei diesem älteren Modell über Transmissions-Scheiben.
Dieses sind Keilriemenscheiben mit verschiedenen Durchmessern, um das Übersetzungs oder Untersetzungsverhältnis " I " zu verändern. Der Antriebsmotor verfügt meist nur über eine konstante Drehzahl ( Bei Wechselstrom-Modellen ) diese alleine ist aber nicht ausreichend um eine vernünftige Werstückbearbeitung durchzuführen. Durch beide beschriebenen Methoden oder Ausführungen, ist es Möglich, die Motordrehzahl der Maschine, gemäß gewünschtem Arbeitsgang: " Schruppen" oder "Schlichten" durchzuführen. Das "Schruppen" ist ein Arbeitsgang, mit "Hohem" Meißelvorschub und "Geringer" Drehzahl. Das Schlichten wiederum, ist genau das Gegenteil: Hohe Motordrehzahl, geringer Werkzeugvorschub. Das Schruppen ist der Arbeitsgang für eine hohe oder schnelle Spanabnahme mit großer "Spantiefe" das "Schlichten" aber, nimmt nur eine geringe Spanmenge ab und dient dazu, eine "polierte" Oberfläche oder geringe Rauhtiefe an dem Werkstück zu erzeugen und es Letztendlich auf "Maß" zu bringen. Die Toleranzen an einer Werkzeugmaschine liegen im My-Bereich, also einem Tausendstel Millimeter Genauigkeit.
In dem Getriebekasten der Maschine liegt die Antriebswelle auf der das "Dreibacken-Futter" sitzt Dieses ist ausgestattet mit Drei Backen, die sich Parallel Spannen lassen und somit das Werkstück umschliessen. Dadurch wird der "Rohling" Meist Rundstähle, aber auch Vier und Sechskante, - für anspruchsvolle Erzeugnisse eingespannt. Das Dreibacken-Futter, ist ein Präzisionsbauteil welches absolut Parallel schließen muss. Hersteller: z.B Firma Röhm, oder Mauser. Das Dreibackenfutter besteht aus Stahlguss " GS " mit stahlähnlichen Eigenschaften und enormer Festigkeit. Es ist ausgewuchtet und der Rundlauf ist gewährleistet.
Auf der rechten Seite der Drehbank, ebenfalls auf der Schwalbenschwanzausführung, sitzt der "Reitstock" dieser ist ein Bock mit einer integrierten Zentrierspitze und soll dem Werkstück den Gegenhalt beim Drehen auf der rechten Seite geben.
Bei Geräten mit sehr langen Spitzenweiten: ( Baulängen des Bettes ) für lange Bauteile wie z.B Schiffswellen, kann es Notwendig werden, eine Stehlünette oder Mitlauf-Lünette einzusetzen. Dies ist eine Stütze um das Bauteil beim Drehen abzufangen und vor "Schlag" zu bewahren.
Beschreibung der Arbeitsweise einer Drehbank:
Zuerst muss die Maschine überprüft werden, ob sie "Ensetzbar" ist, d.h ob sie technisch in Orndung ist, Sicherheitseinrichtungen wie Not-Aus-Schalter aber auch mechanische Sperren, funktionieren. Der Kühl und Schmiermittelvorrat sollte ebenso ausreichend sein. Eine normale Drehbank verfügt über eine eingebaute oder externe Pumpe. Diese hat die Aufgabe, dem Werkstück während des Drehens, Kühlmittel zu zuführen, damit es nicht heiss wird und die Standzeit der Drehmeissels erhöht wird. Das Kühlmittel besteht aus Bor-Öl und Wasser, die Emulsion ist Weißlich und soll zwei Kriterien erfüllen: Kühlen und Schmieren des Werkstückes. Während das Werkstück also mit der Emulsion pausenlos besprüht wird, läuft die Flüssigkeit in den unteren Teil der Drehmaschine und wird dort in einem Tank oder Becken aufgefangen. Die beschriebene Pumpe fördet sie von dort wieder ans "Tageslicht" und führt sie erneut dem Werkstück zu.
Nun wird das Werkstück "Rohling" in das Dreibacken-Futter eingespannt und zentriert. Hierzu muss man unter Umständen die Maschine kurz anlaufen lassen und das Werkstück beobachten. "Eiert" es zu Stark, muss die Maschine angehalten werden und da Werksteück erneut ausgerichtet und eingespannt werden. Dies geschieht solange, bis es einwandfrei sitzt und ein "Los-Reissen" aus dem Futter während des Drehens ausgeschlossen ist.
Oftmals werden hier die meisten Fehler gemacht: Entweder nicht richtig zentriert, oder nicht richtig Festgespannt. Aber auch der Backen Schlüssel wird oftmals nach dem Spannen vergessen. Sofor nach dem Anlaufen der Maschine, fliegt der Schlüssel in hohem Bogen durch die Werkstatt oder das Werkstück. Die meisten Vorfälle sind aber bisher Glimpflich ausgegangen so das Verletzungen an Personen eher Unbekannt sind.
Nachdem nun das Werkstück gespannt ist, wird der rechts sitzende Reitstock an das Werkstück gebracht und fixiert.
Jetzt beginnt der eigentlicher Arbeitsschritt: Zunächst wird die Maschine mit geringe Drehzahl gestartet. Die an dem Schloßkasten angebrachten Einstellräder werden solange gedreht, bis der Drehmeißel samt Schloßkasten an das Werkstück heran fährt. Hierbei "kratzt" es an der Werkstückoberfläche und nimmt einen geringen Span ab. Der Meißel ist nun "angestellt".
Jetzt stoppt man die ganze Maschine, um das IST-Maß der Werkstückes mit einer Bügelmeßschraube oder einem Meßschieber zu messen. Nachdem das Mass ermittelt ist, stellt man die Mess-Skala der Einstell-Räder auf "Null" - Fährt den Schloßkasten aus dem Arbeistbereich des Werkstückes und stellt das Maß der gewünschten Span-Abnahme ein. Also z.B 0,05 mm für 5/100 mm. Beispiel: Istmaß Welle: 49,55 mm - Sollmaß: 49,50 mm = Spanabnahme 0,05 mm.
Nachdem dies geschehen ist, stellt man den Vorschub der Maschine ein und der Schloßkasten bewegt sich wieder in Richtung des Werkstückes. Aufgrund einer Vielzahl von möglichen Drehzahlen geschieht dies schnell oder Langsam. Nachddem der Drehmeißel einmal über das Werkstück gefahren ist, sollte das Stückgut die gewünschten Abmaße haben.
Für das Drehen sollten vornehmlich "Automaten-Stähle" verwendet werden, dies sind Stähle mit einem hohen Schwefelgehalt. Der Schwefel im Stahl bewirkt einen guten "Spanfluß" das heisst der Span reisst nicht ab, sondern "Fliesst" in einem vom Werkstück ab.
Das Drehen auf einer Drehbank birgt aber auch Gefahren von Verletzungen: Schnittverletzungen durch mangelhaftes oder nicht erfolgtes Entgraten von Werkstücken, gerade beim "Schruppen"
Verbrennungen durch zu heisse Werkstücke nach dem Drehen.
Skalpierung ( Gewaltsames Entfernen von Kopfhaut ) - Deswegen schreibt die UVV Zwingend den Einsatz von enganliegender Arbeitskleidung und Haarnetzen vor um ein Verwickeln von Kopfhaar in der Maschine zu verhindern.
Die Späne sollten nur mit einem Pinsel entfernt werden, damit keine unangehmen Splitter in die Fingerkuppen gelangen.
Einsatzgebiete von Drehbänken: Schlossereien, Werkzeugmachereien, Werften, Stahlindustrie, Maschinenbau.
Die besten Drehbänke, sind in Südafrika erhältlich, aber es gibt auch andere Hersteller wie z. B Colchester, oder früher Wamsler.
Moderne Formen der Werkzeugbänke sind sogenannte CNC Maschinen, auf die hier aber nicht eingegangen werden soll.
Autor: E.Moeller--87.164.86.132 03:01, 29. Okt. 2009 (CET)
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Erster Autor: 87.164.86.132 angelegt am 29.10.2009 um 02:55,
Alle Autoren: WolfgangS, KaiMartin, 87.164.86.132
