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Philosophie der neuen Musik (Theodor W. Adorno)

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Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Achtung! Dieser Artikel wurde exklusiv für das Fernbacher Jewish Music Research Center geschrieben. Der Text oder Teile daraus dürfen ohne Quellenangabe nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.

Die Philosophie der neuen Musik ist eine zwischen 1940 und 1948 entstandene und erstmalig 1949 erschienene Schrift des jüdischen Soziologen und Philosophen Theodor W. Adorno und gilt als sein musikphilosophisches Hauptwerk.

In dieser kritisiert Adorno nach traditionellen Methoden und Ästhetik komponierte Musik als Produkt einer bürgerlich-kapitalistischen und an der Verschleierung der gesellschaftlichen Verhältnisse arbeitenden Kulturindustrie. Diese aus seiner Sicht "falsche", d.h. rückwärtsgewandte und reaktionäre Musik erkennt er in neoklassizistischen Werken wie beispielsweise des von ihm heftig kritisierten Igor Strawinsky aber auch der Musik von Paul Hindemith. Diesen Produkten der kommerzialisierten Kulturindustrie stellt er die "wahre", d.h. zeitgemäße Zwölftonmusik von Arnold Schönberg und der Zweiten Wiener Schule gegeüber, welche sich den Anforderungen der Kulturindustrie und den Hörerwartungen des bürgerlichen Publikums konsequent widersetzten. Nur sie sei in Adornos Worten Musik, "welche allein den gegenwärtigen objektiven Möglichkeiten des musikalischen Materials gerecht wird und seinen Schwierigkeiten konzessionslos sich stellt". [1]

Entstehungsgeschichte

Die Musik spielte in Adornos Leben schon frühe eine wichtige Rolle. Er stammte aus einer musikalischen Familie, erlernte früh das Klavierspiel und nahm bereits während der Schulzeit Privatunterricht in Kompositionslehre. Während seines Studiums der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musiktheorie in Frankfurt am Main publizierter er Artikel als Musikritiker. [2] Adorno komponierte auch selber und nahm ab 1925 in [Wien]] bei Alban Berg, einem Schüler Schönbergs, Kompositionsunterricht [3] sowie erneut Klavierstunden beim Pianisten Eduard Steuermann. [4]

Inhalt

Adornos Schrift gliedert sich im Prinzip in drei Teile:

  1. Eine wie bei Adorno üblich kompliziert in verschachtelten Sätzen gehaltene und mit Fremdworten gespickte schwer verständliche theoretische Einleitung.
  2. Ein positiv wertender Abschnitt über die Musik Schönbergs und seiner Schüler.
  3. Den dritten, negativ wertenden Teil über die Musik Strawinskys. Diese beiden Komponisten sind als zwei Extrempunkte von Adorno gewählt, um vorzuführen, was "wahre" (zeitgemäße) und was "falsche" (rückwärtsgewandt-reaktionäre) Musik sei. [5]

Diese Gliederung ist auch an der Entstehungsgeschichte des Buches abzulesen: Der Teil Schönberg und der Fortschritt wurde 1940 und 1941 verfasst und der Abschnitt Strawinsky und die Restauration entstand 1947.

Rezeption

Literatur

  • Christian Tielmann: Philosophie für alle - Die großen Denker und ihre Ideen von Platon bis zur Neurowissenschaft, Anaconda Verlag, 2009, Seite 253 bis 265
  • Karl-Heinz Mayer: Musik und Kulturindustrie aus der Sicht von Theodor W. Adorno - Ästhetische Theorie, Musiksoziologie und Aufklärung als Massenbetrug, Bachelor + Master Publishing, 2015

Weblinks

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1949, S. 10
  2. Karl-Heinz Mayer: Musik und Kulturindustrie aus der Sicht von Theodor W. Adorno - Ästhetische Theorie, Musiksoziologie und Aufklärung als Massenbetrug, Bachelor + Master Publishing, 2015, S. 1
  3. Christian Tielmann: Philosophie für alle - Die großen Denker und ihre Ideen von Platon bis zur Neurowissenschaft, Anaconda Verlag, 2009, S. 254
  4. Richard Klein, Johann Kreuzer und Stefan Müller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch / Leben - Werk - Wirkung, J.B. Metzler'sche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH, 2011, S. 475
  5. Christian Tielmann: Philosophie für alle - Die großen Denker und ihre Ideen von Platon bis zur Neurowissenschaft, Anaconda Verlag, 2009, S. 256

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Philosophie der neuen Musik (Theodor W. Adorno)) vermutlich nicht.