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Marc Chagall: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Chagall-1.jpg|thumb|250px|left|''Jüdisches Ehepaar'' - Bild seiner Eltern von Marc Chagall]]  
[[Datei:Chagall-1.jpg|thumb|250px|left|''Jüdisches Ehepaar'' - Bild seiner Eltern von Marc Chagall]]  


'''Marc Chagall''' (ursprünglicher [[Russland|russischer]] Name Мойше Хацкелевич Шагалов / ''Moische Chazkelewitsch Schagalow''; * [[6. Juli]] 1887 in Liosno bei Witebsk; gest. [[28. März]] [[1985]] in Saint Paul de Vence/Süd[[Frankreich|frankreich]]/Alpes-Maritimes) war ein Maler russisch-[[Judentum|jüdischer]] Herkunft.  
'''Marc Chagall''' (ursprünglicher [[Russland|russischer]] Name Мойше Хацкелевич Шагалов / ''Moische Chazkelewitsch Schagalow''; * [[6. Juli]] 1887 in Liosno bei Witebsk; gest. [[28. März]] [[1985]] in [[Saint Paul de Vence]], [[Département Alpes-Maritimes]], [[Provence-Alpes-Côte d’Azur]]) war ein Maler russisch-[[Judentum|jüdischer]] Herkunft.  


Chagall erwarb seine künstlerische Ausbildung in Witebsk, [[Sankt Petersburg]] und seit 1910 in [[Paris]]. Die Bilder der Anfangszeit, „obwohl angelehnt an den französischen Kubismus, atmen bereits einen visionären Geist und sind getränkt von russischer Folklore und der Glaubensmystik der ostjüdisch-[[Chassidismus|chassidischen]] Lebenswelt, aus der Chagall entstammt“.<ref name="wissen">Ursprüngliche Fassung bei www.wissen.de</ref>
Chagall erwarb seine künstlerische Ausbildung in Witebsk, [[Sankt Petersburg]] und seit 1910 in [[Paris]]. Die Bilder der Anfangszeit, „obwohl angelehnt an den französischen Kubismus, atmen bereits einen visionären Geist und sind getränkt von russischer Folklore und der Glaubensmystik der ostjüdisch-[[Chassidismus|chassidischen]] Lebenswelt, aus der Chagall entstammt“.<ref name="wissen">Ursprüngliche Fassung bei www.wissen.de</ref>


Bald hatte Chagall erste Ausstellungserfolge, kehrte aber zunächst 1914 nach Russland zurück und wurde dort in der Revolutionszeit zum Exekutor der offiziellen Doktrin in kunstamtlicher Funktion.
Bald hatte Chagall erste Ausstellungserfolge, kehrte aber zunächst 1914 nach Russland zurück und war 1918-1920 Kommissar für die Schönen Künste im [[Gouvernement Witebsk]]. 1922 verließ Chagall mit seiner Familie Russland in Richtung [[Berlin]].


Im Jahr 1923 erfolgte dann seine endgültige Übersiedlung nach Frankreich und in der Folge eine große Produktion von Gemälden „märchenhaft-surrealer Ausstrahlung mit subtil-pittoresker Farbbehandlung, aber gegenüber dem Frühwerk kaum erweiterter Thematik (immer wieder russische Dorfszenen, verliebte Paare, Motive aus dem Tanach)“.<ref name="wissen" />
Im Jahr 1923 erfolgte dann seine endgültige Übersiedlung nach Frankreich und in der Folge eine große Produktion von Gemälden „märchenhaft-surrealer Ausstrahlung mit subtil-pittoresker Farbbehandlung, aber gegenüber dem Frühwerk kaum erweiterter Thematik (immer wieder russische Dorfszenen, verliebte Paare, Motive aus dem Tanach)“.<ref name="wissen" />
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Von 1941 bis 1947 lebte Chagall in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und beschäftigte sich dort mit Entwürfen für Kostüme, Bühnenbilder, mit Lithographien zu märchenhaft-phantastischen Sujets, aber auch mit Skulpturen, keramischen Arbeiten, Tapisserie, vor allem aber auch mit monumentalen Glasfensterentwürfen (Kathedrale von Metz, [[Vereinte Nationen|UN]]-Hauptquartier und Kirche von Pocantica Hill in [[New York]], Fraumünster in [[Zürich]]).
Von 1941 bis 1947 lebte Chagall in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und beschäftigte sich dort mit Entwürfen für Kostüme, Bühnenbilder, mit Lithographien zu märchenhaft-phantastischen Sujets, aber auch mit Skulpturen, keramischen Arbeiten, Tapisserie, vor allem aber auch mit monumentalen Glasfensterentwürfen (Kathedrale von Metz, [[Vereinte Nationen|UN]]-Hauptquartier und Kirche von Pocantica Hill in [[New York]], Fraumünster in [[Zürich]]).


Seine Autobiografie "Ma vie" erschien 1931 (deutsch 1959: "Mein Leben").
Seine Autobiografie "Ma vie" erschien 1931 (deutsch 1959: "Mein Leben"). Einige seiner Bilder befinden sich in der Sammlung [[Thyssen-Bornemisza]].


== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Mann]]
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Aktuelle Version vom 13. August 2024, 15:24 Uhr

😃 Profil: Chagall, Marc
Namen Moischa Sacharawitsch Schahalau; Мойша Захаравіч Шагалаў (weißrussisch)
Beruf Weißrussisch-französischer Maler
Persönliche Daten
6. Juli 1887
Wizebsk, Russisches Kaiserreich
28. März 1985
Saint-Paul-de-Vence, Frankreich


Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Jüdisches Ehepaar - Bild seiner Eltern von Marc Chagall

Marc Chagall (ursprünglicher russischer Name Мойше Хацкелевич Шагалов / Moische Chazkelewitsch Schagalow; * 6. Juli 1887 in Liosno bei Witebsk; gest. 28. März 1985 in Saint Paul de Vence, Département Alpes-Maritimes, Provence-Alpes-Côte d’Azur) war ein Maler russisch-jüdischer Herkunft.

Chagall erwarb seine künstlerische Ausbildung in Witebsk, Sankt Petersburg und seit 1910 in Paris. Die Bilder der Anfangszeit, „obwohl angelehnt an den französischen Kubismus, atmen bereits einen visionären Geist und sind getränkt von russischer Folklore und der Glaubensmystik der ostjüdisch-chassidischen Lebenswelt, aus der Chagall entstammt“.[1]

Bald hatte Chagall erste Ausstellungserfolge, kehrte aber zunächst 1914 nach Russland zurück und war 1918-1920 Kommissar für die Schönen Künste im Gouvernement Witebsk. 1922 verließ Chagall mit seiner Familie Russland in Richtung Berlin.

Im Jahr 1923 erfolgte dann seine endgültige Übersiedlung nach Frankreich und in der Folge eine große Produktion von Gemälden „märchenhaft-surrealer Ausstrahlung mit subtil-pittoresker Farbbehandlung, aber gegenüber dem Frühwerk kaum erweiterter Thematik (immer wieder russische Dorfszenen, verliebte Paare, Motive aus dem Tanach)“.[1]

Von 1941 bis 1947 lebte Chagall in den Vereinigten Staaten und beschäftigte sich dort mit Entwürfen für Kostüme, Bühnenbilder, mit Lithographien zu märchenhaft-phantastischen Sujets, aber auch mit Skulpturen, keramischen Arbeiten, Tapisserie, vor allem aber auch mit monumentalen Glasfensterentwürfen (Kathedrale von Metz, UN-Hauptquartier und Kirche von Pocantica Hill in New York, Fraumünster in Zürich).

Seine Autobiografie "Ma vie" erschien 1931 (deutsch 1959: "Mein Leben"). Einige seiner Bilder befinden sich in der Sammlung Thyssen-Bornemisza.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Ursprüngliche Fassung bei www.wissen.de

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