PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.

Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:

Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.

Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)

Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.

PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen

Al S’Fod (Komposition von Pavel Haas)

Aus PlusPedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dieser Artikel wurde exklusiv für das Fernbacher Jewish Music Research Center geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.


Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Deckblatt der Komposition Al S’Fod im Autograf von Pavel Haas.

Al S’Fod ist eine Komposition des jüdisch-tschechischen Komponisten Pavel Haas, die er im Jahr 1942 im KZ Theresienstadt schrieb.

Details

  • Der in Brünn geborene Pavel Haas (1899-1944) war der Sohn eines jüdischen Schuhmachers. Nach einem Musikstudium arbeitete er u.a. als Opernkorrepititor, Musiklehrer, komponierte Bühnenmusik im Auftrag und wirkte als freischaffender Komponist.
  • Am 2. Dezember 1941 wurde er mit dem Transport G-731 in das KZ Theresienstadt deportiert,
  • Als er seine anfänglichen Depressionen überwunden hatte, fügte er sich in das reichhaltige Musikleben des Lagers ein, und komponierte für die Theresienstädter Künstler und Laienchöre. [1]
  • Al S’Fod war die erste Komposition, die er nach seiner Deportation in das KZ Theresienstadt schrieb.
  • Auf dem handgeschriebenen Deckblatt des Werkes hat der Komponist in die Musiknoten und Kantillationszeichen in kryptischer Form folgenden hebräischen Text eingeschrieben: "Makzeret lejom hashana harishon vehu acharon begalut Terezín". Das bedeutet auf Deutsch "In Erinnerung an den ersten und hoffentlich letzten Jahrestag des Exils von Theresienstadt.". [2] Komponiert hat er das Werk nach Angabe auf dem Deckblatt am 30. November 1942.
  • Es handelt sich bei Al S’Fod um ein Chorwerk für vier Männerstimmen.
  • Der hebräische Text ist einem Gedicht mit dem Titel Al s'fod, al b'chot: avod, avod! (dt.: Klage nicht, weine nicht: Arbeite, arbeite!) des jüdisch-russischen Schriftstellers David Shimoni entnommen, der dies zwischen 1936 und 1939 während arabischer Erhebungen/Unruhen gegen die jüdischen Besiedlung Palästinas schrieb. Er stellt eine Rebellion gegen Unterdrückung und eine Aufforderung zu aktiver Arbeit dar. Er sollte die jüdischen Siedler in Palästina aufmuntern, trotz der Gewalttätigkeiten ihrer arabischen Nachbarn mit der schweren Kolonisierungsarbeit fortzufahren. [3] Im Text heißt es u.a.:
"Klage nicht! / Klage nicht, weine nicht, wenn es dir schlecht ergeht, / lass den Kopf nicht hängen, arbeite! (...) Die Freiheit naht auf beschwerlichem Pfad. (...) Befreie und erlöse dich!" [4]

Links und Quellen

Siehe auch

Weblinks

Bilder / Fotos

Videos auf Youtube

Quellen

Literatur

  • Louise Mary O’Sullivan: Selected Performances and Compositions of the Theresienstadt Ghetto (1941-1945) - An Examination of Music, Memory and Survivance, Department of Music an der National University of Ireland in Maynooth, 2012

Einzelnachweise

  1. Lubomír Peduzzi: Pavel Haas: -Leben und Werk des Komponisten, Band IX der Reihe Verdrängte Musik, Verlag von Bockel, 1996, S. 151
  2. Livia Rothkirchen: The Jews of Bohemia and Moravia - Facing the Holocaust, Yad Vashem, 2005, S. 277 und 278
  3. Livia Rothkirchen: The Jews of Bohemia and Moravia - Facing the Holocaust, Yad Vashem, 2005, S. 277 und 278
  4. Ulrike Migdal: "Jüdische Musik" im KZ Theresienstadt; in Beatrix Borchard: Musikwelten - Lebenswelten - Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Böhlau Verlag, Köln, 2009, S. 355 und 356

Hinweis zur Verwendung

Dieser Artikel wurde exklusiv für die Pluspedia geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Al S’Fod (Komposition von Pavel Haas)) vermutlich nicht.