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Schweizer Atombomben-Programm
Das Schweizer Atombomben-Programm waren die in den ersten Jahrzehnten des Kalten Krieges unternommenen Bemühungen der Schweiz, eine eigene Kernwaffe zu entwickeln.
Gemäss der Dissertation des Historikers Peter Hug gingen die Anfänge dieser Arbeiten bereits in die Kriegsjahre zurück, wo die Schweiz sich neutral verhielt. An der Universität Basel wurde Isotopentrennungs-Forschung betrieben, mit dem Ziel der Gewinnung spaltbaren Urans. Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Uni Basel und der privaten Firma Sulzer war zudem die Schwerwasser-Produktion. Ab 1944 wurde ferner die Bundes-Technologieförderung dem Militärdepartement unterstellt, ein klares Indiz der Stossrichtung der Bemühungen. Das ganze Programm war aber damals streng geheim.
1946 wurde vom Bundesrat der ebenfalls geheime politische Auftrag zur Entwicklung der Bombe erteilt, dies alles mithin noch vor dem geschichtswissenschaftlich festgestellten Beginn des Kalten Krieges mit der Berliner Blockade. Der damalige Verteidigungsminister Karl Kobelt belog den Ständerat, eine der beiden Kammern des Bundesparlaments, mit der Aussage: Der Bundesrat hat keine Absicht, eine Atombombe zu bauen.
1960 wurde der Forschungsreaktor Diorit in Betrieb genommen. Offiziell diente er der Erforschung der zivilen Kernenergie-Nutzung, inoffiziell war er eine "Dual-use"-Anlage, die sowohl zivilen wie militärischen Zwecken diente. Es liess sich mit ihm militärisch nutzbares Plutonium erzeugen. In der Wiederaufarbeitungsanlage im belgischen Mol, wo damals der Schweizer Rudolf Rometsch als Direktor tätig war, wurde dieses Schweizer Plutonium in den 1960er Jahren sogar eine Zeitlang isoliert.
Die Schweizer Militärs sahen das Land deshalb bis in die 1970er Jahre, bis zur Ausserbetriebnahme des Diorit 1977, als nukleare Schwellenmacht. 1962 gelangte eine Volksinitiative gegen das mittlerweile öffentlich gewordene Schweizer Bombenprogramm zur Volksabstimmung, wurde aber von der Bevölkerung relativ deutlich verworfen.