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Schwarzes Loch

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Materieflüsse eines schwarzen Lochs (SDSS J1106+1939) in einer künstlerischen Darstellung. ESO

Ein Schwarzes Loch ist das Endstadium in der Entwicklung eines Sterns. Nur Sterne mit mehr als der 2,3-fachen Sonnenmasse enden als Schwarze Löcher. Dann verdichtet sie, wenn sie ausgebrannt sind, die eigene Schwerkraft derartig, dass ihr Radius kaum drei Kilometer beträgt. Stärker kann Materie nicht schrumpfen. Selbst mit allergrößter Geschwindigkeit kann hier nichts mehr entweichen, also auch kein Licht. Daher sind Schwarze Löcher unsichtbar, sozusagen schwarz. Man kann sie nur wegen bestimmter Strahlungsphänomene in ihrer nahen Umgebung identifizieren. Am deutlichsten wirken sie sich aus, wenn sie massereich genug sind, um weitere Masse und Energie an sich zu ziehen.

Berechnung und Beobachtung

Schwarze Löcher sind einzigartige astronomische Objekte. Sie führen den Menschen an den Rand seiner Erkenntnisfähigkeit. Es wurde die Existenz Schwarzer Löcher vorausberechnet, und wir können ihre äußeren Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten erkunden. Aber wir sind nicht in der Lage zu sagen, was in ihrem Innern geschieht. Im Innern eines Schwarzen Lochs gilt keines unserer bekannten Naturgesetze mehr. Dieser Bereich unseres Universums entzieht sich unserer Erkenntnis und unserem Verstehen. Bereits die physikalischen Effekte in der unmittelbaren Nähe eine Schwarzen Lochs sind faszinierend genug: Schwarze Löcher verzerren das Raum-Zeit-Gefüge in ihrer Nähe derart, dass sich die Wahrnehmungen eines Beobachters weit außerhalb des Schwarzen Lochs von denen eines Beobachters, der sich aus der Nähe auf ein Schwarzes Loch hinzu bewegt, grundlegend unterscheiden.

Geschichte

Nach der Entdeckung der Fallgesetze durch Isaac Newton führten Gedankenexperimente, z.B. von Laplace, sehr bald zur Erkenntnis, dass die größten und massereichsten Sterne möglicherweise gar nicht am hellsten scheinen, weil das sichtbare Licht die Massenanziehung teilweise nicht mehr verlassen kann.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist Sagittarius A* (gesprochen: Sagittarius A Stern; abgekürzt: Sgr A*) im Sternbild Schütze ein solches Schwarzes Loch. Dieses Objekt wird seit 1992 untersucht.

2019 gelang erstmals eine fotografische Erfassung eines Schwarzen Lochs.

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