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Leib

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Das Wort Leib (von mittelhochdeutsch līp, „Leben, Leib, Körper“) ist aus Sicht vieler Religionen jenes grundlegende Wesensglied, das einem Wesen, insbesondere dem Menschen, seine charakteristische Form und Gestalt gibt. Der Leib ermöglicht dem Menschen darüber hinaus durch die Sinnesorgane die Wahrnehmung der Welt:

Aus Sicht der Anthroposophie ist damit nicht bloß der physische und sichtbare Körper gemeint, denn der vom Leben verlassene Körper ist der Leichnam, sondern der lebendige Leib, also die Verbindung von physischem Leib und Ätherleib, die während des Erdenlebens des Menschen niemals vollständig gelöst wird. In einem weiteren Sinn muss man auch den Astralleib, den Träger der Begierden und Empfindungen, zum leiblichen Dasein hinzurechnen. Gemeinsam bilden diese drei Wesensglieder, die einander durchdringen, die irdische Leibeshülle für die höheren seelischen und geistigen Wesensglieder des Menschen. Damit das Ich verwandelnd in die leibliche Organisation eingreifen kann, bedarf es allerdings des Ich-Trägers, welcher der äußere Ausdruck für das Ich ist. Der Ich-Träger erscheint dem Hellseher in der menschlichen Aura als etwa länglich verformte bläuliche Kugel an der Nasenwurzel hinter der Stirne.

Der Leib ist vergänglich und löst sich nach dem Tod auf: Der physisch-stoffliche Leib wird den Elementen übergeben, der Ätherleib löst sich wenige Tage nach dem Tod in der Ätherwelt auf, und ein großer Teil des Astralleibes geht nach einer längeren Läuterungsphase der menschlichen Seele in die Astralwelt über.

Platon empfand noch ganz im orientlisch-vorchristlichen Sinn den Leib als Kerker oder gar als Grab der Seele (altgriechisch τὸ μὲν σῶμά ἐστιν ἡμῖν σῆμα to men soma estin hemin sema, wörtlich: „Der Körper ist für uns ein Grab.“)[1] wodurch sie sich erst im leibfreien Zustand nach dem Tod voll entfalten und in die Ewigkeit aufschwingen könne. Im Christentum hingegen erscheint im schroffen Gegensatz dazu gerade die inhärente und unauflösliche Leibbezogenheit der Seele als ihre zentrale Wesenseigenschaft, die sie erst zur wahrhaft menschlichen Seele macht. Für Thomas von Aquin ist ihre wesentlichste Bestimmung, entsprechend des aristotelischen Hylemorphismus, Form des Körpers zu sein (lat. anima forma corporis)[2]. Sie erfährt daher ihre Vollendung auch erst durch die Auferstehung des Leibes, die durch die alles übersteigende Liebe und Gnade Gottes dadurch möglich wird, dass Gott selbst in Jesus Christus Mensch geworden, durch den Tod auf Golgatha geschritten und am dritten Tage wieder auferstanden ist.

Instinkte, Triebe und Begierden

Instinkte, Triebe und Begierden besitzen einen willensartigen Charakter und haben ihren Ursprung in den drei leiblichen Wesensgliedern: Die Instinkte im physischen Leib, die Triebe im Ätherleib und die Begierden im Astralleib.

Literatur

  • Peter Heusser, Peter Selg: Das Leib-Seele-Problem: Zur Entwicklung eines geistgemäßen Menschenbildes in der Medizin des 20. Jahrhunderts, Verlag des Ita Wegman Instituts 2011, ISBN 978-3905919295
  • Rudolf Steiner: Theosophie, GA 9 (2002), Kapitel Die leibliche Wesenheit des Menschen, ISBN 3-7274-0090-0
  • Rudolf Steiner: Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik, GA 293 (1992), ISBN 3-7274-2930-5

Einzelnachweise

  1. Gorgias 493a2-3
  2. siehe dazu auch: Richard Heinzmann: Anima unica forma corporis - Thomas von Aquin als Überwinder des platonisch-neuplatonischen Dualismus in Philosophisches Jahrbuch, 93. Jahrgang, Verlag Karl Alber, Freiburg/München 1986, S. 236ff

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