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Kälteperiode von 1740/1741 in Irland

Aus PlusPedia
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In Irland war die Zeit vom Dezember 1739 bis September 1741 eine extrem kalte Periode.

Ursache war ein großer Vulkanausbruch auf der sibirischen Halbinsel Kamschatka, der riesige Mengen Staub und die Athmosphäre beförderte und die Sonneneinstrahlung verminderte. In Folge des Kälteeinbruchs, auf irisch Bliain an Áir genannt, kam es in Irland zu einer Hungersnot der 300.000 bis 400.000 der damals circa drei Millionen Iren zum Opfer fielen.

Die Kälteperiode begann mit einem starken Sturm aus östlicher Richtung ab dem 29. Dezember 1739, der mit einem Temperaturabfall einher ging. Die starken Winde hielten eine Woche an, aber die Kälte wurde im Januar 1740 noch schlimmer. Flüsse wie Liffey, Slaney, Boyne und Teile des Shannon froren blitzschnell zu. Bald ging das Heizmaterial zur Neige. Auch die Nahrungsversorgung wurde schlechter, da die Rädern der Mühlen festfroren. Die schweren Vereisungen tauten im späten Februar 1740 etwas auf. Aber im April 1740 wirkte das Land immer noch wie tot: Viele Wildtiere waren gestorben, der Weizen war zerstört und für die Tierhaltung war kein Heu vorhanden. Rinder und Schafe verhungerten. Im Mai 1740 hatte sich der Kornpreis verdoppelt und das Land befand sich in einer schweren sozialen Krise. Ab August 1740 kam es zu schweren Stürmen und im Dezember 1740 zu heftigem Regen und in Folge zu Überschwemmungen. Kurz nach den Überschwemmungen sank die Temperatur rapide und alles fror ein. Tausende Menschen starben an Hunger oder Krankheiten wie Typhus.

Literatur

- P. D. Jones und K. R. Briffa: Unusual Climate in Northeast Europe during the period 1730 to 1745 based on unstrumental and documentary data, in Climatic Change 79(3), November 2006, Seite 361-379

- Leslie Clarkson und Margaret Crawford: Feast and Famine / Food and Nutrition in Ireland 1500-1920, Oxford University Press, 2005

Weblinks

- Hundreds of thousands died in the Irish cold snap of 1740

- The Great Frost in Ireland 1740 - 1741

Siehe auch

- Extremwinter von 1683/1684

Belege