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Scheinputzen

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Als Scheinputzen bezeichnet man ein bei männlichen Vögeln zu beobachtendes ritualisiertes Putzen. Wenn ein Erpel gegenüber einer von ihm umworbenen Ente angetrunken hat, langt er häufig mit dem Schnabel hinter den leicht angehobenen Flügel, ganz als wolle er sich dort putzen, fährt aber statt dessen mit dem Schnabelnagel kurz und rauh über die Unterseite der Kiele seiner Schwingen, so dass ein ziemlich lauter, auf viele Meter hin hörbarer rrr-Laut entsteht. Das Scheinputzen des Stockerpel wurde erst 1939 nach langen Beobachtungen der Tiere von Konrad Lorenz entdeckt. Stockenten beginnen das Scheinputzen, das so gut wie immer mit Antrinken einhergeht, nicht nur bei der Begegnung mit dem Weibchen, sondern ebenso und vielleicht noch intensiver bei der Begegnung mit Erpeln, wenn Stimmung zur sozialen Balz aufzukommen beginnt. Seiner stammesgeschichtlichen Herkunft nach ist das Scheinputzen als Übersprungsbewegung aufzufassen. Neben seiner ungemein häufigen Verwendung als Balzbewegung kann es als Drohung, wie beim Kranich, als Paarungseinleitung, wie beim Gänsesäger und der Felsentaube, fungieren. [1]

  1. Konrad Lorenz: Über tierisches und menschliches Verhalten - Aus dem Werdegang der Verhaltenslehre / Gesammelte Abhandlungen II, R. Piper GmbH & Co. KG, 13. Aufl., München, 1984, Seite 31 ff.