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Sommersemester2010 Uni Frankfurt Mathe Analysis I Stunde 2
Dies ist die Zusammenfassung der Vorlesung Analysis I vom 16.04.2010.
Tutorium
Das Tutorium wird Alex Hoffmann halten.
Die Termine sind:
- Fr 8-10 (H16)
- Fr 12-14 (H16)
- Mi 12-14 (H16)
Definition Mengenlehre
Mengen wurden von Georg Cantor in den Jahren 1874–1897 begründet.
Unter einer „Menge“ verstehen wir jede Zusammenfassung ℳ von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten m unserer Anschauung oder unseres Denkens (welche die „Elemente“ von ℳ genannt werden) zu einem Ganzen.[1]
Mengen Algebra
Ω – (Großes omaga) - ω (kleines Omega)
Vereinigung und Durchschnitt
Grundmenge Ω (Omega) kann eine endliche Menge sein.
Teilmengen A, B, C kann man durchschneiden und vereinigen.
- A ∪ B Vereinigung
- A ∩ B Durchschneiden
Es gelten
- (A ∪ B) ∪ C = A ∪ (B ∪ C ) (Assoziativgesetz) ((A vereinigt B) vereinigt C ist dasselbe wie A vereinigt (B vereinigt C))
- (A ∩ B) ∩ C = A ∩ (B ∩ C ) (Assoziativgesetz) ((A durchschneidet B) durchschneidet C ist dasselbe wie A durchschneidet (B durchscheidet C))
- A ∪ (B ∩ C ) = (A ∪ B) ∩ (A ∪ C ) (Distributivgesetz) ((A vereinigt (B durchschneidet C) ist dasselbe wie (A durchschneidet B) vereinigt (A durchschneidet C))
- A ∩ (B ∪ C ) = (A ∩ B) ∪ (A ∩ C) (Distributivgesetz) (A durchschneidet (B vereinigt C) ist dasselbe wie (A durchschneidet B) vereinigt (A durchschneidet C)
- (A ∪ B) = (B ∪ A) (Kommutativgesetz) (A vereinigt B ist dasselbe wie B vereingit A)
- (A ∩ B) = (B ∩ A) (Kommutativgesetz) (A durchschneidet B ist dasselbe wie B durchschneidet A)
Komplementbildung
- A → ℭA (C handschriftlich / Altdeutsch)
- Ac (verpönt)
- Ω\A (Omega ohne die Menge A)
Es gelten folgende Regeln:
- ℭ (ℭ A )ist dasselbe wie A (Das Komplement vom (Komplement A) ist wiederum A - es gilt:
Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten (lat. tertium non datur, wörtlich: Ein Drittes ist nicht gegeben, engl. Law of the Excluded Middle)
- ℭ (A ∪ B) = ℭ(A) ∩ ℭ(B)
- ℭ(A∩B) = ℭ(A) ∪ ℭ(B)
- ℭ(ℭ(A∩B)) = ℭ(ℭ(A) ∪ ℭ(B))
- A∩B = ℭ(ℭ(A) ∪ ℭ(B))
- A∩B
- B\A = B ∩ ℭ(A)
Axiom
Axiome sind nicht natürlich gegebene Grundeigenschaften.
Indikatorfunktionen
- A ⊆ Ω
¹A ¹A(Ω) = {1 wenn ω ∈ A; 0 wenn ω ∉ A} (große geschweifte Klammer auf; zwei Zeilen untereinander; große geschweifte Klammer zu)
- ¹A mal ¹B = ¹(A ∩ B)
- ¹A + ¹B = ¹(A ∪ B) + ¹(A ∩ B)
- (¹A + ¹B) (ω) = 1 ⇔ (ω) ∈ (A\B) ∪ (B\A)
- (¹A + ¹B) (ω) = 0 ⇔ kleinmöglichstes Element ℭ(A ∪ B) = ℭ(A) ∩ ℭ(B) ???
Multiset:
- Die Menge aller Noten ist {1,2,3,4,5}
- Multiset wie oft kommt jede Note vor? (1er sooft, 2er sooft, 3er sooft, ...)
- Multisets lassen sich als Summe von Indikatorfunktionen darstellen
- ¹A + ¹B + ¹C = ¹(A ∩ B) – ¹(B ∩ C) – ¹(C ∩ A) + ¹(A ∩ B ∩ C) = ¹(A ∪ B ∪ C) ???
- A ⊆ B ⇔ A ∩ B = A (Obermenge) (wenn A Teilmenge von B ist und A durchschneidet B, so ist das Ergebnis A - Beispiel: Frauen sind Menschen; Wenn man alle Frauen betrachtet, so betrachtet man Alle Frauen)
- A ⊆ B ⇔ A ∪ B = B (Wenn A Teilmenge von B ist so gilt wenn A vereinigt B B - Beispiel: Frauen sind Menschen - wenn wir alle Frauen und alle Menschen betrachten, so betrachten wir Alle Menschen).
- A ⊆ B ⇔ ℭ(A ∪ B) = Ω (Wenn A Teilmenge von B ist dann gilt Nicht (A vereinigt B) ist Omega. (Beispiel: Alle Frauen sind Menschen - Nicht (Alle Frauen vereinigt Menschen) ist nicht die Menge ???
- A ⊆ B ⇔ A und ℭ(B) = Leere Menge (∅) (Wenn A Teilmenge von B ist, dann gilt A und nicht B ist die leere Menge. Beispiel Alle Frauen sind Menschen. Alle Frauen und Nicht alle Menschen - gibt es nicht)
Es gilt ferner:
- A ⊆ B ; B ⊆ C ⇒ A ⊆ C (Wenn A Teilmenge von B ist und B ist Teilmenge von C dann ist auch A Teilmenge von C. Beispiel: Alle Studentinnen sind Frauen. Alle Frauen sind Menschen. Somit sind alle Studentinnen auch Menschen)
- A ⊆ B ; B ⊆ A ⇒ A = B (Wenn A Teilmenge von B ist und B Teilmenge von A ist dann gilt A ist B - Beispiel: Alle Einser sind 1er und alle 1er sind Einser - also Alle 1er sind Alle Einser. (Vielleicht kein gutes Beispiel)
Relationen
Definition:
Eine Relation über die Grundmenge ℳ (Altdeutsches M) heißt eine (partielle) Ordnung.
a ≤ a für alle a ∈ ℝ
i) antisymmetrisch (Wenn a ≤ b und b ≤ a dann b=a) ii) Reflexiv (Wenn a ≤ a) iii) Transitive (Wenn a ≤ b und b ≤ c dann auch a ≤ c)
A' ⊆ A für alle A; (Noch UNKLAR)
Beispiel: Mengeninklusion – ist eine partielle Ordnung.
Eine berühmte partielle Ordnung ist die Teilbarkeit
- a|b (a teilt b)
- a|a (a teilt a) wenn a aus ℕ (5 teilt 5)
- a|b und b|a dann ist a = b (2 teilt 2 und 2 teilt 2 also ist 2 = 2)
- a|b und b|c dann a|c (die 2 teilt die 4 und die 4 teilt die 8 also teilt die 2 auch die 8)
Gleichheit ist partielle Ordnung
Zweistellige Relation
≤ bedeutet "steht in Relation zu"
R (Die Relation "echt kleiner als" nicht reflexiv)
ℳ (M geschweift Teilmenge Relationen)
ⅿ (M anders geschrieben) Äquivalenzrelation
wenn gilt (1)a ~ a für alle a (Reflexiv) (2)a ~ b => b~a (Symmetrie) (Oben steht Antisymmetrisch?) (3)a ~ b und b ~ c => a ~ c (Transitiv)
Kongruenz
Konguent?
≡ p
„a und b sind kongruent modulo m“ a≡b mod n
Beispiel a≡b mod 5
kongruent modulo 5: 2 zu 7 und 2 zu 12 und 2 zu 17 kongruent modulo 5: 1 zu 6 und 1 zu 11 und 1 zu 16
Äquivalenzklassen
a ≡ b genau dann wenn n|(b-a)
≡ bedeutet kongruent modulo 5
- a teilt b ist dasselbe wie b ist ein vielfaches von a
- Ist eine Äquivalenzrelation
Boole Aussagelogik
Es gibt viele Logiken – die einfachste ist die Aussagelogik
- A ∨ B = A oder B (Entweder A oder B oder Beides)
- A ∧ B = A und B (A und B müssen wahr sein)
- (A ∨ B) ∨ C = Mindestens eine Aussage ist wahr
- A ∨ (B ∨ C) = Dito (Assoziativgesetz)
- (A ∧ B) ∧ C = A ∧ (B ∧ C) alle Drei müssen wahr.
- A ∨ (B ∧ C) = (A ∨ B) ∧ ( A ∨ C) (Distributivgesetz)
- A ∧ (B ∨ C) = (A ∧ B) ∨ ( A ∧ C) (Distributivgesetz)
- ¬A (Wenn A nicht wahr ist) (Negation)
- ¬(¬A) = A („tertium non datur“) Ein Drittes ist nicht gegeben.
Regeln von Morgan
Anekdote: "Das was der Mensch schreibt so falsch, dass sogar das Gegenteil falsch ist."
- ¬(A ∧ B) = (¬A) ∨ (¬B)
- ¬(A ∨ B) = (¬A) ∧ (¬B)
Drei Regeln von Morgan: Morgan'sche Regeln
A eins oder Azwei oder An
Assoziativgesetz gilt hier.
- n
- ⋁ Ai
- i=1
⋁ Ai = ∃ i (Es gibt ein i das gilt (eine wahre Aussage))
(Gesamtaussage Wahr wenn wenigstens ein Ai wahr ist)
- n
- ⋀ Ai
- i=1
∀ Ai = A1 ∧ A2 ∧ An
(Alle Aussagen Ai müssen wahr sein, damit die Gesamtaussage wahr ist)
- Existenzquantor (∃)
- Allquantor (∀)
Wichtige Definition: ω sein eine Menge (Grundmenge)
- Ein System α (Kursives a) von Teilmengen von Ω dann gilt
- (i) ∅ gehört zu α ; α gehört zu Groß M (Leere Menge gehört zu α)
- (ii)A,B Element α → A ∧ B
(Unklar???)
Def: Eine Partition a Grundmenge Ω eine Vereinigung ist eine Darstellung von Ω als als paarweise disjunkte Mengen
Ω gleich Summe Ai
Siehe auch
- Mitschrift als PDF
- Mitschrift als ODT (Open Office)
- Skripte