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Venezuela

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Venezuela
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Hauptstadt Caracas
Staatsform Präsidiale Republik
Amtssprache Spanisch
Währung 1 Bolívar (Bs) = 100 Centimos
Einwohner 30,1 Mio (Stand 2015)
Fläche 912.050 km²
Religion Christen: (66 % Katholiken, 2 % Protestanten)

Venezuela ist ein Staat in Südamerika. Die mittlere Siedlungsdichte ist mit 34 Einw./km² verhältnismäßig gering. Das Bevölkerungswachstum lag 2009 bei jährlich 1,6 %. Es gibt 25 einheimische Regionalsprachen. Die Hauptstadt ist mit rund 2,1 Mio. Einwohnern auch die größte des Landes. Gegenüber der MEZ besteht ein Zeitunterschied von –5 Stunden, während der Sommerzeit sind es sogar –6 Stunden.

Lage


Bundesstaaten und das umstrittene Gebiet Guayana Esequiba (rot angekreuzt)

Das Land liegt zwischen der Karibik im Norden und dem Amazonas-Gebiet im Süden. Hier finden sich kilometerlange Karibikstrände, dichte Urwälder sowie Teile der Anden. Im Osten grenzt der Staat an Guyana, im Süden an Brasilien und im Westen an Kolumbien. Der Orinoco im Innern des Landes ist mit einer Wasserführung von 35.000 m³/s der viertgrößte Fluss der Welt und der zweitgrößte Südamerikas.

Geschichte und Politik

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Militärparade in Caracas am 5. März 2014 zum Jahrestag des Todes von Hugo Chávez

Das Land wurde 1498 von Kolumbus entdeckt. Die Unabhängigkeitserklärung vom 5. Juli 1811 wurde von Spanien 1821 anerkannt. Die Geschichte ist seit 1846 durch politische Umstürze und diktatorische Regierungen geprägt. Um 1970 hatte der Staat rund 11 Millionen Einwohner.[1] Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers und Schriftstellers Raul Zelik kam es als Folge einer neoliberalen Politik in den 1980er und 1990er Jahren zu einem massiven Verlust des Vertrauens in die traditionellen christ- bzw. sozialdemokratisch orientierten Parteien. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez machte versteckt und indirekt Gebietsanprüche bezüglich der Esequibo-Region bzw. Guayana Esequiba geltend. Die Verfassung von 1999/2000, die zahlreiche grundlegende Änderungen brachte, beruft sich sowohl auf das Datum der Unabhängigkeitserklärung als auch auf den Freiheitskämpfer Simon Bolivar. Venezuela unterzeichnete am 4. Juli 2006 den Beitritt zur Mercosur und trat am 31. Juli 2012 offiziell bei. Der neue Präsident Nicolás Maduro unterdrückte seit 2013 wie bereits sein Vorgänger Chávez die Opposition, das Land entwickelt sich unter ihm in Richtung einer kommunistischen Diktatur. Es haben hunderttausende von Venezuelaner/innen - v.a. auch wegen Versorgungs-Engpässen - das Land verlassen.

Wirtschaft

Venezuela gehört zu den Staaten mit den größten Erdölvorräten. 2015 wurden die Reserven auf 300 Milliarden Barrel geschätzt. Die Wirtschaft ist weitgehend von diesem Rohstoff abhängig. Das größte Unternehmen ist der staatliche Erdölkonzern Petróleos de Venezuela. Der größte Teil der Elektrizität stammt aus Wasserkraftwerken. Die Staatsausgaben stiegen zwischen 1998 und 2012 von 10 Milliarden auf gut 160 Milliarden US-Dollar jährlich. Im Land selbst lag die Inflationsrate bei 30% oder mehr. Durch die internationalen Schwankungen des Ölpreises geriet Venzuela immer wieder in Wirtschaftskrisen. 1989 und 1996 stieg die Inflationsrate jeweils auf 100 %. Die Regierung versucht mit populistischen Maßnahmen entgegenzuwirken. Seit Anfang 2015 steckt das Land erneut in einer schweren Krise, die Inflation stieg 2016 auf über 450%. Das hatte auch mit der Politik der Regierung zu tun.

Weblinks

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Commons: Venezuela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Andere Lexika


Reiseinformationen

  1. Länderlexikon - Weltatlas, herausgegeben vom Lexikoninstitut Bertelsmann und vom Kartograpischen Institut Bertelsmann, Gütersloh 1973, Seite 295 f.